Manuskript
(Sanskrit)

Sanskrit (in Deva­na­ga­ri-Schrift) ist die hei­lige Spra­che des Hin­du­is­mus und ge­hört zu den in­do­ari­schen Spra­chen. Pa­ni­ni (4. Jhd. v. Chr.) ver­fas­ste eine Sanskrit-Sys­te­ma­tik, die äl­tes­te über­lie­fer­te Gram­ma­tik.



Inschrift
(Altgriechisch)

Die Stele ist mit alt­grie­chi­schen Buch­sta­ben be­schrif­tet. Die ver­schie­de­nen alt­grie­chi­schen Al­pha­be­te wur­den im 9./8. Jhd. v. Chr. von der phö­ni­zi­schen Kon­so­nan­ten-Schrift ab­ge­lei­tet.



Skarthi-Stein
(Runendänisch)

Der Runenstein wurde 1857 bei Bus­dorf, Deutsch­land, ge­fun­den. Er er­in­nert an einen Ge­folgs­mann von Sven Ga­bel­bart (dän.: Svend Tveskæg), ei­nem Kö­nig, der von 986 bis 1014 über Dä­ne­mark herr­schte.



Merseburger Zaubersprüche
(Althochdeutsch)

Die zwei um 950 in Alt­hoch­deutsch ver­fas­sten Mer­se­bur­ger Zau­ber­sprüche (hier ei­ne hand­schrift­li­che Ko­pie) sind Zeug­nis­se der alt­ger­ma­ni­schen My­tho­logie.



Inschrift
(Lykisch)

In Sillyon (heutige Tür­kei) ent­deckte Stein­in­schrift aus dem 5./4. Jhd. v. Chr. Ly­kisch ge­hört zur lu­wi­schen Un­ter­grup­pe der Ana­to­li­schen Spra­chen.

Neuigkeiten

Preise

Indogermanische Gesellschaft

Die Indogermanische Gesellschaft vergibt ab dem Jahr 2011 weltweit alljährlich
1. einen Preis für die beste Dissertation im Bereich Indogermanistik in Höhe von 1000,- Euro (inklusive einer kostenlosen Drucklegung beim Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden, falls vom Gewinner des Preises gewünscht) und
2. einen Preis für die beste Master-Arbeit im Bereich Indogermanistik in Höhe von 500,- Euro (zusätzlich gesponsort vom Dr. Ludwig Reichert Verlag).
Es werden Arbeiten in den in der Indogermanistik üblichen Wissenschaftssprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) akzeptiert. Bewerbungen mit den erforderlichen Unterlagen (je zwei Kopien der Arbeit, des Lebenslaufs sowie einer unterschriebenen Stellungnahme des Betreuers/der Betreuerin) bis Ende Mai des folgenden Jahres (gerechnet vom Einreichtermin der Arbeit, Arbeiten aus dem Jahr 2010 können also bis 31.5.2011 eingereicht werden) bitte an die Kontaktperson der IG senden.

Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft

Die DGfS (Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft) hat den Wilhelm-von-Humboldt-Preis für Sprachwissenschaft ins Leben gerufen: Mit dem Preis sollen Dissertationen auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft ausgezeichnet werden. Jedes Mitglied der DGfS kann einen Vorschlag machen; dabei kann man sich selbst jedoch nicht vorschlagen. Vorgeschlagen werden können Dissertationen, bei denen der Abschluss des Promotionsverfahrens (Rigorosum, Disputatio oder dergleichen) zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als 2 Jahre zurückliegt. Vorschläge sind bis zum 1. Oktober 2011 per E-Mail an Jürgen Lenerz (juergen.lenerz(at)uni-koeln.de) oder postalisch an die unten angegebene Adresse zu richten. Der Vorschlag sollte enthalten: Namen, Adresse, E-Mail der/des Vorgeschlagenen, Titel der Dissertation, Datum des Abschlusses der Promotion, die Dissertation als pdf-Datei, die Gutachten und eine kurze (einseitige) Zusammenfassung der Dissertation, aus der insbesondere hervorgeht, weshalb die Dissertation nach Ansicht der/des Vorschlagenden den Preis verdient. Diese Unterlagen werden dann an die Mitglieder der Jury weitergeleitet.
Postadresse:
Prof. Dr. Jürgen Lenerz
Institut für deutsche Sprache und Literatur I
Universität zu Köln
Albertus Magnus Platz
D - 50923 Köln

Societas Celtologica Europaea

Die Societas Celtologica Europaea vergibt alljährlich den Johann-Caspar-Zeuß-Preis für die beste MA-Arbeit und die beste Dissertation im Bereich der Keltologie. Bewerbungstermin ist jeweils der 1. März des folgenden Jahres gerechnet vom Einreichtermin der Arbeiten.
Die Preisträger für das Jahr 2010 sind Peter Holzmann (Univ. Cork) für die beste MA-Arbeit und Finnbarr Ua Cearnaigh (Univ. Cork) für die beste Dissertation.
Genaueres auf der Homepage der Societas Celtologica Europaea.

Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik

Anlässlich der Jahrestagung 2011 der GSCL in Hamburg vergibt die Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik GSCL einen mit 750,- Euro dotierten Preis für die beste studentische Abschlussarbeit der Jahre 2010 und 2011 auf dem Gebiet der Sprachtechnologie und Computerlinguistik. Das Programmkomitee wird aus den eingereichten Vorschlägen drei AbsolventInnen auswählen, die bei partieller Übernahme der Kosten für Anreise und Unterbringung  ihre Abschlussarbeit auf der Tagung öffentlich präsentieren sollen. Bewertet wird neben dem wissenschaftlichen Ertrag der Arbeit auch die Präsentation als solche. Die Auswahl der Eingeladenen erfolgt auf der Grundlage einer bis zum 30.04.2011 einzureichenden Zusammenfassung der Abschlussarbeit. Wir möchten Absolventinnen und Absolventen der Jahre 2010 und 2011 von Universitäten und Fachhochschulen ermutigen, eine Zusammenfassung ihrer Abschlussarbeit einzureichen.  Format der Zusammenfassung: Akzeptiert werden ausschließlich Zusammenfassungen in digitaler Form (an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ). Alle Zusammenfassungen müssen eine Adressangabe inkl. Email-Adresse auf einem Vorsatzblatt enthalten. Aus dem Beitrag selbst darf die Autorenschaft nicht direkt hervorgehen.

Lost manuscript of Sanskrit found in an Italian monastery

[Hinweis von unserem Mitglied Jean-Claude Muller:] Ein seit Jahrzehnten verschwundenes Manuskript ist wiedergefunden worden: Die Grammatica Grandonica von Johann Ernest Hanxleden SJ (1681-1732) stammt aus seiner Zeit als Missionar in Kerala (1701-1732) und gilt als Grundlage für die 1790 gedruckte Grammatik des Karmeliten Paulinus a Sancto Bartholomaeo. [An dieser Stelle sei angefügt, dass in Europa schon 1667 die erste gedruckte Darstellung der Devanagari-Schrift erschien, und zwar in Athanasius Kirchers SJ China Illustrata, Amsterdam 1667, S. 1641. Vgl. dazu Zachariae, Theodor: "Das Devanagari-Alphabet bei Athanasius Kircher", in WZKM 15 (1901), 313-320.] Weitere Informationen finden Sie hier.

Sprachwissenschaftliche Wettbewerbe

Die nächste International Linguistic Olympiad wird in den USA stattfinden. Genaueres wird noch bekanntgegeben, eine erste Information dazu und weitere allgemeine Informationen finden Sie hier. Link

Robert-Bosch-Stiftung

Die Stiftung fördert die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse vor allem an Schulen. Es können z.B. Gelder für Sommerschulen beantragt werden. Näheres unter folgendem Link.


 


Münze
(Lateinisch)

Römische Münze aus der Zeit des Kai­sers Ela­ga­bal (um 220) mit dem Ab­bild ei­ner re­li­giö­sen Pro­zes­sion.

Inschrift:
Sanct Deo Soli
Elagabal

Übersetzung:
dem heiligen Sonnengott
Elagabal



Grabinschrift
(Altirisch)

Irischer Grabstein aus Ballin­taggart, Coun­ty Ker­ry, ca. 5. Jhd. n. Chr., in der alt­iri­schen Ogam-Schrift.

Transkription:
Maqqi-lari koi maqqi muccoi Dovinias

Übersetzung:
(Grabstein des) Mac-lar hier, ei­nes Soh­nes aus dem Clan des Duibne