Tafel von Botorrita
(Keltiberisch)

Die erste von vier bei Bo­torri­ta, Spa­nien, ent­deckten Bron­ze­ta­feln mit kelt­ibe­ri­schen In­schrif­ten. Die beid­sei­tig be­schrif­tete Ta­fel wird auf das frühe 1. Jhd. v. Chr. da­tiert.



Inschrift
(Altgriechisch)

Die Stele ist mit alt­grie­chi­schen Buch­sta­ben be­schrif­tet. Die ver­schie­de­nen alt­grie­chi­schen Al­pha­be­te wur­den im 9./8. Jhd. v. Chr. von der phö­ni­zi­schen Kon­so­nan­ten-Schrift ab­ge­lei­tet.



"Schafsbrief"
(Färöisch)

Der sogenannte Schafs­brief (fär.: Sey­ðabræ­við) ist der äl­tes­te er­hal­te­ne Text der Fä­röer. Er stammt aus dem Jahr 1298 und be­han­delt land­wirt­schaft­liche Re­ge­lun­gen.

Tontafel
(Linear B)

Die in Mykene, Grie­chen­land, ge­fun­de­ne Ta­fel ist in Li­near B be­schrie­ben. Diese Schrift stammt von der kre­tisch-mi­noischen Li­near A ab. Das My­ke­ni­sche ist der äl­tes­te be­kannte grie­chi­sche Dia­lekt (14.–12. Jhd. v. Chr.).



Reichenauer Schulheft
(Latein mit Altirisch)

Die Handschrift aus dem 9. Jhd.n.Chr. zeigt die Halb­unzial­schrift in ihrer letz­ten Ent­wick­lungs­stufe. Das Heft ent­hält (ne­ben gram­ma­ti­schen Übungen, astro­no­mi­schen Ta­bel­len und ande­rem) iri­sche Ge­dich­te, da­run­ter „Pangur Bán“ aus dem 8. Jahr­hun­dert.

Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit

Frau Dr. Sabine Ziegler

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Lehrstuhl für Indogermanistik
Zwätzengasse 12a
07743 Jena

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Silbersiegel
(Anatolisch)

Silbersiegel des he­thi­ti­schen Kö­nigs Tarkas(sa)­nawa aus Mira (ana­to­li­sche Hie­ro­gly­phen und Keil­schrift)



Steintafel
(Griechisch)

Die Stein-Inschrift stammt aus dem 5. Jhd. v. Chr. Auf ihr fin­den sich Na­men be­deut­sa­mer Per­sön­lich­kei­ten der An­ti­ke, zum Bei­spiel der des Re­for­mers Kleisthe­nes oder des Ty­ran­nen Hippias

Transliteration:
[Фιλόνεος]
[´Ον]ετο[ρ---?]
[h]ιππία[ς]
[K]λεισθέν[ες]
[M]ιλτιάδες
[Kα]λλιάδες
[…..]στρατ[ος]