Inschrift
(Lykisch)

In Sillyon (heutige Tür­kei) ent­deckte Stein­in­schrift aus dem 5./4. Jhd. v. Chr. Ly­kisch ge­hört zur lu­wi­schen Un­ter­grup­pe der Ana­to­li­schen Spra­chen.



Manuskript
(Armenisch)

Die altarmenische Hand­schrift stammt aus dem 5./6. Jhd. Das ar­me­ni­sche Al­pha­bet wurde im 5. Jhd. von dem Mönch Mesrop Maschtoz ent­wickelt.



Codex Argenteus
(Gotisch)

Der Codex Argenteus ("sil­ber­nes Buch") enthält Teile der Evan­ge­lien aus der Bi­bel­über­setzung des Bi­schofs Wul­fila. Ge­fer­tigt um 500, ist er eines der äl­tes­ten Schrift­zeug­nis­se in einer ger­ma­ni­schen Sprache.

Tontafel
(Linear B)

Die in Mykene, Grie­chen­land, ge­fun­de­ne Ta­fel ist in Li­near B be­schrie­ben. Diese Schrift stammt von der kre­tisch-mi­noischen Li­near A ab. Das My­ke­ni­sche ist der äl­tes­te be­kannte grie­chi­sche Dia­lekt (14.–12. Jhd. v. Chr.).



Manuskript
(Tocharisch B)

Die Handschrift enthält ei­nen Text in To­cha­risch B. Die To­cha­ri­schen Dia­lek­te ge­hö­ren zu den aus­ge­stor­be­nen in­do­ger­ma­ni­schen Spra­chen und wur­den in der zwei­ten Hälf­te des 1. Jahr­tau­sends n. Chr. im Ta­rim-Becken (heu­ti­ges Nord­west-China) ge­spro­chen.

Studienorte

Die Sparzwänge der letzten Jahrzehnte haben zu viel­facher Strei­chung von Ins­ti­tu­ten und Stu­dien­gängen der in­do­ger­ma­nischen Sprach­wissen­schaft ge­führt. Die Uni­ver­si­täten, an denen In­do­ger­ma­nistik (auch Indo­ger­ma­nische, Histo­rische, Ver­glei­chende Sprach­wissens­chaft, Histo­rische Lingu­istik und ähn­liches) noch als ei­gener Stu­dien­gang stu­diert wer­den kann, sind hier im fol­genden auf­ge­listet. Da nicht alle Ins­ti­tute und Lehr­stühle für Indo­ger­ma­nistik über ge­nü­gend Lehr­per­so­nal ver­fügen, gibt es an ei­nigen Uni­ver­si­täten, die das Fach an­bieten, nicht alle Ab­schluss­mög­lich­keiten des BA und MA als Haupt- und Neben­fach (selbst­ver­ständ­lich gilt der Bologna-Prozess nicht für außer­euro­päische Län­der). Bitte in­for­mieren Sie sich über die ge­nauen Mo­da­li­täten sowie die je­wei­ligen Schwer­punkte des Faches an den ein­zelnen Uni­ver­si­täten.

In einer zweiten Liste finden Sie die Uni­ver­si­täten, an de­nen einzelne Kur­se zur indo­ger­ma­nischen Sprach­wissen­schaft nur im Rahmen eines an­deren Fa­ches an­ge­boten werden.

Universitäten mit selbständigem Studiengang Indogermanische Sprachwissenschaft

Berlin HU (DE):
Historische Linguistik: BA und MA als Kern- und Nebenfach Link
Bern (CH):
Linguistik (Allgemeine und Historisch-vergleichende Linguistik): BA und MA als Haupt- und Nebenfach (aber: die Hist.-Vergl. Linguistik hat in Bern den Schwerpunkt auf nicht-indogermanischen Sprachen) Link
Bonn (DE):
Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft: nicht als BA und MA möglich; Studiengang endet, Einschreibung als Magister nicht mehr möglich
Dresden (DE):
Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft: BA als Haupt- und Nebenfach Link
Erlangen-Nürnberg (DE):
Studiengänge Indogermanistik und Indoiranistik: BA als Haupt- und Zweitfach Link. Ab dem Wintersemester 2009/2010 gibt es einen neuen Studiengang "Europäischer Master in Lexikographie". Weitere Informationen sind demnächst über die Homepage der Germanistischen Sprachwissenschaft zu finden.
Frankfurt am Main (DE):
Empirische Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Indogermanische Sprachwissenschaft): BA und MA als Haupt- und Nebenfach Link
Freiburg (DE):
Indogermanische Sprachwissenschaft: MA Link
Göttingen (DE):
Allgemeine Sprachwissenschaft (Profil: Indogermanische Sprachwissenschaft): BA Link
Halle-Wittenberg (DE):
Sprachwissenschaft (Alte Welt - ASW- Indogermanistik): nur BA als Haupt- und Nebenfach; (Sprachwissenschaft, Schwerpunkt Indogermanistik): nur MA als Haupt- und Nebenfach Link
Hamburg (DE):
Indogermanistik: BA nur als Hauptfach Link
Harvard (USA):
Department of Linguistics: Indoeuropean and Historical Linguistics Link
Jena (DE):
Indogermanistik: BA und MA als Kern- und Ergänzungsfach Link
Köln (DE):
Antike Sprachen und Kulturen (Studienrichtung Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft): BA und MA als Haupt- und Zweitfach Link
København (DK):
Indoeuropæisk: BA Link1 Link2
Kraków (PL):
Językoznawstwo Ogólne i Indoeuropejskie Link
Leiden (NL):
Vergelijkende Indo-europese Taalwetenschap: BA und MA Link
Los Angeles (USA):
UCLA Program in Indo-European Studies Link
Universidad Complutense Madrid (ES):
Filología griega y Lingüística Indoeuropea Link
Marburg (DE):
Historische Sprach-, Text- und Kulturwissenschaften (Schwerpunkt Vergleichende Sprachwissenschaft): BA; Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft: MA Link
München (DE):
BA Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft, es gibt zwei Informationsmöglichkeiten: Link 1 und Link 2
Münster (DE):
MA "Indogermanische Sprachwissenschaft" beginnt ab dem SoSe 2010 Link
Oxford (UK):
M.Phil. in "General Linguistics and Comparative Philology" Link
Pisa (IT):
Linguistica storica e comparata: MA Link
Praha (CZ):
Srovnávací Jazykověda: MA Link
Salamanca (ES):
Lingüistica Indoeuropea: MA Link
Sankt-Peterburg (RU):
Allgemeine Sprachwissenschaft inkl. Indogermanistik am Linguistischen Institut: Link. Außerdem gibt es noch das Linguistische Institut (ILI) der russischen Akademie der Wissenschaften, das als Forschungseinrichtung auch Doktorandenstipendien vergibt und Kolloquien veranstaltet. Link.
Uppsala (SE):
Jämförande indoeuropeisk språkforskning: BA und MA Link
Wien (AT):
Indogermanistik: noch kein BA und MA eingerichtet Link
Würzburg (DE):
Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft: BA und MA als Haupt- und Nebenfach Link
Zürich (CH):
Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft: BA und MA als Haupt- und Nebenfach Link

Nur einzelne Kurse zur indogermanischen Sprachwissenschaft im Rahmen eines anderen Faches

UA Barcelona (ES):
Departament de Ciènces de l'Antiguitat i de l'Edat Mitjana: Filologia Clàsica Link
Basel (CH):
Klassische Philologie Link
Budapest (HU):
Orientalistik Link
Cambridge (UK):
Classics Link
Chapel Hill (USA):
Linguistics Link
Cornell University (USA):
Linguistics Link
Genova (IT):
Lettere Link
Granada (ES):
Filología Griega Link
Innsbruck (AT):
Sprachwissenschaft Link
Lausanne (CH):
Linguistique générale Link
Ljubljana (SI):
Antični in humanistični študiji und Germanistika Link
UA Madrid (ES):
Filología Clásica Link
Mainz (DE):
Linguistik Link
Neuchâtel (CH):
Linguistique mit Schwerpunkt Linguistique Comparée Link
Oviedo (ES):
Filología Clásica Link
País Vasco: Universidad del País Vasco/
Euskal Herriko Unibertsitatea (ES):
Filología Clásica Link
Paris IV Sorbonne (FR):
Linguistique Link
Paris École Normale Supérieure (FR):
Linguistique Link
Pavia (IT):
Linguistica Teorica e Applicata Link
Rouen (FR):
Lettres Classiques Link
Salzburg (AT):
Linguistik Link
Santiago de Compostela (ES):
Departamento de Latín e Grego Link
Sendai, Tohoku-Univ. (JP):
Indologie Link
Udine (IT):
Glottologia e Filologia Classica Link
Valladolid (ES):
Filología Clásica Link
Zaragoza (ES):
Filología Clásica Link

P.S. Einige Mitglieder der IG haben bei der Erstellung der Liste der Studienorte nützliche Tipps gegeben. Ihnen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt und ein herzliches yuṣmábhyaṁ śáṁ yóḥ zugerufen.

 


Silbersiegel
(Anatolisch)

Silbersiegel des he­thi­ti­schen Kö­nigs Tarkas(sa)­nawa aus Mira (ana­to­li­sche Hie­ro­gly­phen und Keil­schrift)



Steintafel
(Griechisch)

Die Stein-Inschrift stammt aus dem 5. Jhd. v. Chr. Auf ihr fin­den sich Na­men be­deut­sa­mer Per­sön­lich­kei­ten der An­ti­ke, zum Bei­spiel der des Re­for­mers Kleisthe­nes oder des Ty­ran­nen Hippias

Transliteration:
[Фιλόνεος]
[´Ον]ετο[ρ---?]
[h]ιππία[ς]
[K]λεισθέν[ες]
[M]ιλτιάδες
[Kα]λλιάδες
[…..]στρατ[ος]